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Bogestra/Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG

Unfallnachsorge im Fahrbetrieb

Gestaltungsbereich: Unternehmens-/ Organisationsentwicklung (Aufbau- Ablauforganisation)

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Zusammenfassung

Mit der Einsetzung eines dreiköpfigen Teams von Ersthelfern, die nach Unfällen oder Übergriffen die rund 1.100 Mitarbeiter des Fahrdienstes der BOGESTRA betreuen, gelang es dem Bochumer und Gelsenkirchener Unternehmen, die Ausfallzeiten und damit die Kosten der Unfallfolgen zu minimieren. Ein umfangreicher Katalog mit Hilfs- und Beratungsangeboten steht im Zentrum des Konzepts, das in Kooperation mit der BOGESTRA-Sozialberatung und der Berufsgenossenschaft Bahnen umgesetzt wurde.

Auslösendes Ereignis

Etwa die Hälfte der rund 2.200 BOGESTRA-Mitarbeiter arbeitet im Fahrdienst. Bis vor rund neun Jahren kam es häufig vor, dass sich die Mitarbeiter nach Verkehrsunfällen aller Art oftmals zunächst um die zerbeulten Fahrzeuge, mögliche Zeugen und das Randgeschehen kümmerten. Die Fahrer der Unfallfahrzeuge waren zunächst auf sich gestellt und die Verarbeitung des Geschehens verlief nicht immer reibungslos.

Ziel

Ziel eines neuen Konzepts war es, posttraumatische Störungen bei den in Unfälle verwickelten Fahrerinnen und Fahrern zu verhindern. Durch präventive Maßnahmen sollte dies geschehen. Auch der kollegiale Zusammenhalt war ein wichtiges Ziel. Außerdem war es für den Betrieb und die betroffenen Mitarbeiter des Fahrdienstes entscheidend, sie schneller wieder einsatzfähig zu machen sowie ihre Fahrdiensttauglichkeit generell zu erhalten.

Lösungsweg

Drei Mitarbeiter wurden als Ersthelfer nach Unfällen und Übergriffen zur Betreuung der betroffenen Fahrer und Fahrerinnen ausgebildet. Dabei ging es zunächst darum, die Fahrer am Unfallort in einen ruhigen Bereich zu bringen, Gesprächsbereitschaft zu signalisieren und sie gegebenenfalls ins Krankenhaus, zum Betriebsarzt oder nach Hause zu begleiten. Auch die Betreuung der Angehörigen übernimmt die Sozialberatung der BOGESTRA. Die Vermittlung praktischer Hilfen, das Aufzeigen betrieblicher Hilfen und das Einschalten einer psychologischen Notfallhilfe ergänzen das Angebot. Hierbei ist es entscheidend, dass die psychologische Betreuung innerhalb von 24 Stunden nach dem Unfall einsetzt. Um das zu gewährleisten, bezuschusst das Unternehmen diese Betreuungskosten.

Auch beim Ausfüllen von Schadensmeldungen und der Wiederaufnahme des Dienstes gibt es Hilfestellungen. Das Einsatzteam, das sich wöchentlich mit einer Rufbereitschaft abwechselt, wird automatisch nach schweren Unfällen angefordert, kann aber auch bei leichteren Vorfällen gerufen werden.
Vor der Wiederaufnahme des Dienstes gehört bei besonders schweren Fällen eine Trainingsfahrt auf der Unfalllinie, gemeinsam mit den Psychologen, dazu.
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Die Ersthelfen werden in Ihrer Arbeit durch die Sozialberatung des Verkehrsunternehmens unterstützt.
Bezüglich der Kosten gibt es eine Kooperation der BOGESTRA mit den zuständigen Berufsgenossenschaft BG Bahnen.



Erfolg

Inzwischen konnte das Maßnahmenpaket evaluiert werden. Die betroffenen Mitarbeiter, die früher im Durchschnitt nach einem Unfall etwa einen Monat lang arbeitsunfähig waren, sind durch das neue Konzept zumeist unmittelbar wieder einsatzfähig. Die eingesparten Kosten pro Jahr liegen bei rund 50.000 Euro.

Weiterführende Informationen

BOGESTRA-Vortrag zum Projekt

Betrieb

Betriebsname:Bogestra/Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG
Straße:Universitätsstraße 58
PLZ:44789
Ort:Bochum
Internetadresse:www.bogestra.de
Betriebsgröße:1000 und mehr Beschäftigte
Gründungsjahr:1896
Wirtschaftssektor:Verkehr und Lagerei

Betriebliche(r) Ansprechpartner/in

Name:Maria G. Wassermann
Funktion:Sozialberaterin
Telefon:0234 / 30 322 48
Fax:0234 / 30 324 49
E-Mail:

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Gestaltungsbereich:

Unternehmens-/ Organisationsentwicklung (Aufbau- Ablauforganisation)

Organisatorische Maßnahmen zur Optimierung der Arbeitsabläufe und Produktionsprozesse unter Einbeziehung der Mitarbeiter (Kommunikation, Ausschüsse und Gremien, Teamarbeit, Software, Transparenz, Qualitätsmanagement etc.).




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