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Wohn- und Pflegeheim Maria Hilf

Von 30 auf 3 Prozent - Altenpflegeheim senkt Krankenstand drastisch

Gestaltungsbereich: Unternehmens-/ Organisationsentwicklung (Aufbau- Ablauforganisation)

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Zusammenfassung

Als 2002 die Geschäftsführung bei dem Wohn- und Pflegeheim Maria Hilf wechselte, war das Heim in einem sehr schlechten Zustand. Um dies zu ändern wurde durch die neue Führung einiges innerhalb des Altenheimes geändert. Die Maßnahmen wurden erfolgreich aufgenommen, so dass sich die Mitarbeiterzufriedenheit, der Krankenstand und die Wirtschaftlichkeit rasant änderten.

Auslösendes Ereignis

Als das Wohn- und Pflegeheim Maria Hilf aus Baesweiler 2002 einen neuen Geschäftsführer bekam, war die Stimmung unter dem Mitarbeitern mies und die wirtschaftliche Situation eine Katastrophe. Bis zu 30 Prozent der Mitarbeiter waren im Durchschnitt zu den Spitzenzeiten krank. Das Betriebsklima war schlecht und es gab keinerlei Zusammenhalt in der Belegschaft. Das Altenheim war praktisch handlungsunfähig, obwohl die 120 Bewohner versorgt werden mussten. Dies musste sich so schnell wie möglich ändern, man entschloss sich daher zu umfangreichen Veränderungen.

Ziel

Das sich Mitarbeiter und Bewohner wohl fühlen, war die oberste Priorität und dass natürlich der Krankenstand wieder in normale Dimensionen sinkt. Mit diesem Ziel vor Augen trat man an die externe Unterstützung heran.

Lösungsweg

Mit der AOK Rheinland/Hamburg und dem Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung initiierte man ein Gesundheitsprogramm mit unterschiedlichen Aktionen, wie zum Beispiel einen Gesundheitstag zur Rückengesundheit und einem Gesundheitszirkel. Paralel dazu wurden Rückkehrgespräche geführt, um die Ursache für den hohen Krankenstand zu ermitteln und das Vertrauen der Mitarbeiter zu gewinnen. In den Ruckkehrgesprächen wurde nicht nur gefragt was los war, sondern auch wie man helfen kann. Dadurch wurden die Mitarbeitern mit Zuwendungen unterstützt die über tarifvertraglichen Leistungen hinaus ging. Aber es wurde auch zielstrebig gegen
systematische Krankmacher vorgegangen und unterm Strich
wurden dafür sogar mehr neue Mitarbeiter eingestellt.

Die Geschäftsführung startete eine regelrechte Kommunikationsoffensive, um der
schlechten Stimmung im Hause ein Ende zu setzen. Die Mitarbeiter waren an den Verbesserungsmöglichkeiten der Pflegequalität der Wirtschaftlichkeit kommunikativ beteiligt, doch auch für persönliche Probleme hatte die Geschäftsleitung stets ein offenes Ohr. Die Beschäftigten wurden gefördert und jeden Monat zum Beispiel abwechselnd mit Wellnessgutscheinen belohnt.



Erfolg

Mit der Einschätzung "Bei geringerer Krankenquote kommt die Wirtschaftlichkeit von alleine" hatte die Geschäftsführung im ersten Ansatz Recht. Und diese Einschätzung machte sich bezahlt. Schon bald stieg der Umsatz, der auch postwendend in die Modernisierung der Einrichtung investiert wurde, aber auch an die Mitarbeiter weitergegeben wurde, in Form einer Prämie beispielsweise. All diese Maßnahmen haben auch dem Betriebsklima gut getan. Ein Gang durch die Stationen ist ein eindrucksvoller Beweis dafür, das die Umstrukturierungsmaßnahmen ein voller Erfolg sind und alle Umorganisationen gelungen sind.

 

 

 

 

 

 

 

Im Jahr 2005 erhielt der Betrieb unter anderem den Best-Practice-Award der Gemeinschaftsinitiative Gesünder Arbeiten. 



Betrieb

Betriebsname:Wohn- und Pflegeheim Maria Hilf
Straße:An der Burg 1
PLZ:52499
Ort:Baesweiler
Internetadresse:kA
Betriebsgröße:keine Angabe
Gründungsjahr:1985
Wirtschaftssektor:Gesundheits- und Sozialwesen

Betriebliche(r) Ansprechpartner/in

Name:Ulrich Zerressen
Funktion:Geschäftsführer
Telefon:02401/600-1
Fax:02401/600-233

Berater/in

Firma/Institution:Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung der AOK Rheinland/Hamburg
Name:Heinz Kowalski
Telefon:02 11 / 271 18-0
Fax:02 11 / 271 18-100
E-Mail:heinz.kowalski@bgf-institut.de
Internetadresse:www.bgf-institut.de

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Gestaltungsbereich:

Unternehmens-/ Organisationsentwicklung (Aufbau- Ablauforganisation)

Organisatorische Maßnahmen zur Optimierung der Arbeitsabläufe und Produktionsprozesse unter Einbeziehung der Mitarbeiter (Kommunikation, Ausschüsse und Gremien, Teamarbeit, Software, Transparenz, Qualitätsmanagement etc.).




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