Bei Sumitomo in Willich bei Düsseldorf geht es vor allem darum, die Vertriebsaktivitäten für Ost- und Westeuropa zu koordinieren und die Kunden möglichst rasch zu beliefern. Früher taten die 54 Mitarbeiter das in einer starren Arbeitszeit von acht Uhr morgens bis halb fünf nachmittags. Problematisch war dabei nur, dass die Kundenlieferungen nur bis 15.30 Uhr verschickt werden konnten. Denn der Paketdienst machte um 15.30 Uhr die späteste Runde, die noch in die Arbeitszeit passte. Das hatte zur Folge, dass nur Bestellungen, die bis etwa 14 Uhr hereinkamen, noch am gleichen Tag versandt werden konnten. Die Kunden entdecken aber unter Umständen erst im Laufe des Tages, itomo in Willich bei Düsseldorf geht es vor allem darum, die Vertriebsaktivitäten für Ost- und Westeuropa zu koordinieren und die Kunden möglichst rasch zu beliefern. Früher taten die 54 Mitarbeiter das in einer starren Arbeitszeit von acht Uhr morgens bis halb fünf nachmittags. Problematisch war dabei nur, dass die Kundenlieferungen nur bis 15.30 Uhr verschickt werden konnten. Denn der Paketdienst machte um 15.30 Uhr die späteste Runde, die noch in die Arbeitszeit passte. Das hatte zur Folge, dass nur Bestellungen, die bis etwa 14 Uhr hereinkamen, noch am gleichen Tag versandt werden konnten. Die Kunden entdecken aber unter Umständen erst im Laufe des Tages, dass bestimmte Teile dringend gebraucht werden. Solche Wünsche konnten dann entweder erst am nächsten Tag bearbeitet werden oder es mussten Überstunden gemacht werden und das gefiel weder den Beschäftigten noch der Geschäftsleitung.
Um den Service zu verbessern und damit auch konkurrenzfähiger zu sein, musste also ein neues Arbeitszeitmodell her. Zunächst mal musste mit den verschiedenen Abteilungen über die geplanten Veränderungen diskutiert werden, das neue Modell sollte möglichst von allen getragen wird, und natürlich sollte auch herausgefunden werden, wann wo welche Mitarbeiter präsent sein müssen. Die Kommunikation mit dem Mutterunternehmen in Japan kann wegen der Zeitverschiebung beispielsweise nur morgens stattfinden. Die Beschäftigten, die damit befasst sind, sollten also früh kommen und können dafür auch früher gehen. Das Lager dagegen muss möglichst lange besetzt sein, damit auch noch spät am Nachmittag Kunden beliefert werden können. Auch war es sehr wichtig, dass die Mitarbeiter die Vorteile für sich sahen, zum Beispiel die bessere Planbarkeit ihrer Freizeit. Dadurch dass alle an diesem Veränderungsprozess beteiligt waren, sollten unsere Angestellten motiviert werden.
Ab Oktober 2001 wurde das neue Modell dann erst mal für sechs Monate in der Praxis erprobt und hat sich auf Anhieb bewährt. Die Mitarbeiter sind sehr zufrieden mit dem neuen Arbeitszeitmodell und der Paketdienst kann jetzt auf einer späteren Runde um 17.00 Uhr kommen, weil auch dann noch Mitarbeiter da sind. Guter Kundenservice, Konkurrenzfähigkeit und Beschäftigung sind so gesichert.
Auslösendes Ereignis
Die kleinen Fächer in den Regalreihen der Lagerhalle von Sumitomo scheinen endlos. Über 20 000 verschiedene Werkzeuge liegen hier für die Kunden bereit, von Spezialbohrern über Fräsen und Ausdrehwerkzeuge bis zu Schneidplatten. Präzisionswerkzeuge auf höchstem Niveau - das ist das Geschäft von Sumitomo. Die Mitarbeiter suchen die Bestellungen aus den Fächern zusammen, verpacken sie und bringen sie auf dem schnellsten Weg zu den Kunden. Das Vertriebs- und Servicebüro der Sumitomo Electric Hartmetall GmbH hat in Willich bei Düsseldorf seinen Sitz. Von hier aus werden die europäischen Kunden beliefert. Die Käufer für die Spezialwerkzeuge kommen unter anderem aus der Autoindustrie, DaimlerChrysler gehört beispielsweise dazu, VW, Audi und der Zulieferer Bosch. Aber auch kleinere Unternehmen bestellen bei Sumitomo. Sumitomo ist ein japanisches Unternehmen mit langer Tradition. Es gilt bereits seit über 100 Jahren als Japans größter Hersteller von Elektrokabeln. Für die Produktion von Kupferdrähten setzte man schon 1928 zum ersten Mal Hartmetallziehwerkzeuge ein und begann zugleich selbst die Entwicklung und Produktion von Hartmetallwerkzeugen. Heute werden 70 % der Produkte in Japan gefertigt, aber seit 1989 gibt es auch eine Fabrik im süddeutschen Lauchheim bei Ulm, wo weitere 25 % der Produktion stattfinden. Die restlichen fünf Prozent schließlich kommen aus dem amerikanischen Milwaukee. In Willich geht es vor allem darum, die Vertriebsaktivitäten für Ost- und Westeuropa zu koordinieren und die Kunden möglichst rasch zu beliefern. Früher taten die 54 Mitarbeiter das in einer starren Arbeitszeit von acht Uhr morgens bis halb fünf nachmittags. Problematisch war dabei nur, dass die Kundenlieferungen nur bis 15.30 Uhr verschickt werden konnten. Denn der Paketdienst machte um 15.30 Uhr die späteste Runde, die noch in die Arbeitszeit passte. Das hatte zur Folge, dass nur Bestellungen, die bis etwa 14 Uhr hereinkamen, noch am gleichen Tag versandt werden konnten. Die Kunden entdecken aber unter Umständen erst im Laufe des Tages, dass bestimmte Teile dringend gebraucht werden. Solche Wünsche konnten dann entweder erst am nächsten Tag bearbeitet werden oder es mussten Überstunden gemacht werden und das gefiel weder den Beschäftigten noch der Geschäftsleitung.
Ziel
Um den Service zu verbessern und damit auch konkurrenzfähiger zu sein, musste also ein neues Arbeitszeitmodell her. Nur wie sollte es aussehen? Zunächst mal musste mit den verschiedenen Abteilungen über die geplanten Veränderungen diskutiert werden, das neue Modell sollte möglichst von allen getragen wird, und natürlich sollte auch herausgefunden werden, wann wo welche Mitarbeiter präsent sein müssen.
Lösungsweg
Die Kommunikation mit dem Mutterunternehmen in Japan kann wegen der Zeitverschiebung beispielsweise nur morgens stattfinden. Die Beschäftigten, die damit befasst sind, sollten also früh kommen und können dafür auch früher gehen. Das Lager dagegen muss möglichst lange besetzt sein, damit auch noch spät am Nachmittag Kunden beliefert werden können. Nicht alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren von Anfang an begeistert von der Idee, neue Arbeitszeiten einzuführen. Vor allem nicht diejenigen, für die es zunächst so aussah, als würde sich für sie etwas verschlechtern, zum Beispiel weil sie am Abend länger bleiben müssten. Daher war es sehr wichtig, dass die Mitarbeiter auch die Vorteile für sich sahen, zum Beispiel die bessere Planbarkeit ihrer Freizeit. Dadurch dass alle an diesem Veränderungsprozess beteiligt waren, sollten unsere Angestellten motiviert werden.
Erfolg
Von März bis Juni 2001 fanden vier Workshops statt, in denen die Mitarbeiter selbst ihr neues Arbeitszeitmodell entwickelten. Die landesgeförderte Arbeitszeitberatung stand dem Unternehmen dabei mit finanzieller Unterstützung des Arbeitsministeriums beratend zur Seite. Bedingung war, dass niemand bei Sumitomo entlassen werden durfte. Das neue Arbeitszeitmodell sieht Funktionszeiten vor, die individuell auf die einzelnen Abteilungen abgestimmt sind, je nachdem welche Aufgaben sie zu erledigen haben und welche Arbeitszeiten dafür sinnvoll sind. Ab Oktober 2001 wurde das neue Modell dann erst mal für sechs Monate in der Praxis erprobt und hat sich auf Anhieb bewährt. Die Mitarbeiter sind sehr zufrieden mit dem neuen Arbeitszeitmodell und der Paketdienst kann jetzt auf einer späteren Runde um 17.00 Uhr kommen, weil auch dann noch Mitarbeiter da sind. Guter Kundenservice, Konkurrenzfähigkeit und Beschäftigung sind so gesichert.
- Metallerzeugung, Metallbearbeitung und Metallerzeugnisse
Betriebliche(r) Ansprechpartner/in
Name:
Kunihiro Tomita
Funktion:
Geschäftsführer
Telefon:
02154 – 4992 - 0
Fax:
02154 - 41072
E-Mail:
Ergänzende Angaben
Dauer der Maßnahme:
von 03.2001 bis 06.2001
Gestaltungsbereich:
Arbeitszeit
Maßnahmen zur Um- und Neuorganisation von Arbeitszeiten zum Wohl der Mitarbeiter und zur Verbesserung der Produktivität (Arbeitszeitmodelle, Ampelkonto, Schichtarbeit etc.).