Das Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth zeichnet sich durch eine hohe Diversifizierung aus. Mit 109 Versorgungsverträgen und etwa 52 Vollzeitstellen, verteilt auf 85 Beschäftigte sind den Bedürfnislagen der Menschen mit multipler Sklerose gerecht zu werden. Ebenso wie für Menschen mit gerontopsychiatrischen Veränderungen. Um die Belastungen der Beschäftigten zu mindern, die durch arbeitsorganisatorische Anforderungen vorherrschten, sollten im al.i.d.a-Projekt u.a. die Einführung der 5-Tage-Woche, die Abschaffung der geteilten Dienste und eine Optimierung der Schnittstellengestaltung zwischen dem Nachtdienst, der Sozialen Betreuung sowie der Hauswirtschaft umgesetzt werden. Alle Veränderungen standen unter der Prämisse, den Bewohnern dabei die größtmögliche Selbstbestimmung zu gewährleisten.Integration einer gesundheitsförderlichen Arbeitszeitlogistik in das bestehende Qualitätsmanagementsystem - "Qualitätsmanagement für Einrichtung der Altenhilfe im Caritasverbandfür die Erzdiözese Freiburg e.V. (QAC)"
Teilziele:
Mit Unterstützung der BGW wurde eine "gepoolte Beratung" wahrgenommen. In einem Seminar trafen sich Fachleute verschiedener Einrichtungen, um sich über den Ablauf der Einführung von Al.i.da. sowie die Beratungsdienstleistungen der BGW zu informieren.
Gefolgt war diese Maßnahme durch Qualifizierung ausgewählter Mitarbeiter sowie der Bestimmung eines Projektleiters.
2. Planungsphase
Die BGW-Beratungstage dienten zur fachlichen und logistischen Planung der Vorgehensweise und zur Festlegung von Strukturen. Zusätzliche Einzelberatung vor Ort, u.a. durch das gesamte Projektteam sicherten die Bodenhaftung bei der Festlegung von Anforderungen, Zielen und Maßnahmen.
3. Durchführungs- oder Realisierungsphase
Analysen stellten den Kern des Al.i.da - Projektes dar. Hierzu zählten: Ist-Analyse mit Hilfe des BGW-Betriebsbarometers, Zeit-Leistungs-Erfassung (ZLE, ein Instrument zur Erfassung zeitlicher Ressourcen, Leistungen und typischen Belastungssituationen während der Arbeit), Auswertung, Darstellung von machbaren, angemessenen Dienstplanmodellen für die Einrichtung, Erprobung, Optimierung von Schnittstellen
4. Evaluierungsphase
Zur kontinuierlichen Verbesserung der getroffenen Regelungen erfolgten Anpassungen, die letztlich in ein standardisiertes Vorgehen mündeten.
Laut Auskunft der Heimleitung, Martin Bummer, ist das Projekt bis heute erfolgreich und längst mit seinen Ergebnissen in eine standardisierte Phase getreten. Deshalb wird das Projektteam auch aufgelöst, das Thema lebt weiter!
Bereits im Projektzeitraum ist es gelungen, folgende Ziele zu erreichen:
Ausblick:
Die Projektgruppe wird Zug-um-Zug aufgelöst und in bestehende Arbeitsgruppen / Entscheidungsgremien integriert. So ist geplant, dass die Mitglieder mit dem Thema in der großen Dienstbesprechung plaziert werden. Die große Dienstbesprechung findet rhythmisch alle 4 oder 6 Wochen statt. Hier treffen sich alle Disziplinen des Hauses, so dass das übergreifende Thema der Arbeitszeit optimal eingebettet ist.
Al.i.d.a Arbeitslogistik in der stationären Alterspflege, Broschüre zum Download.
Untersuchung über Ursachen und Wirkung der Arbeitsbelastung von Pflegekräften: Work and Health of Nurses in Europe - results from the NEXT-Study
Betrieb | |
| Betriebsname: | Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth |
| Straße: | Herrenackerstr. 22 |
| PLZ: | 72379 |
| Ort: | Hechingen |
| Internetadresse: | www.st-elisabeth-hechingen.de |
| Betriebsgröße: | 10 bis 49 Mitarbeiter |
| Gründungsjahr: | 1798 |
| Wirtschaftssektor: | Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesen |
Betriebliche(r) Ansprechpartner/in | |
| Name: | Emil Schlotterer |
| Funktion: | Projektverantwortlicher Al.i.da. - Personalreferent |
| Telefon: | 07471 9 31 12 |
| Fax: | 07471 9 31 3 42 |
| E-Mail: | |
Berater/in | |
| Firma/Institution: | Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) |
| Name: | Sigrid Küfner |
| Telefon: | 030 20207-7604 |
| Fax: | 030 20207 24 95 |
| E-Mail: | |
| Internetadresse: | http://www.bgw-online.de |
| Dauer der Maßnahme: | von 01.01.2000 bis 01.07.2007 |
