In einer Phase weitgehender struktureller Veränderungen des Standortes wurden Arbeitsplätze abgebaut und an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter veränderte Anforderungen gestellt, z.B. in Form von flexiblen Arbeitszeiten und produktivitätsorientierter Entlohnung.
Dies führte teilweise auch zu Ängsten und Unzufriedenheit bei Beschäftigten. Die Beteiligung an dem vom Land NRW geförderten Projekt „Motivation – Arbeit – Gesundheit – Qualität (MAGQ)“ bot die Möglichkeit, durch die gemeinsame Arbeit im Verbesserungsprozess die Zusammenarbeit und das Arbeitsklima zu verbessern.
Ziel
In den Fertigungsgruppen sollte ein dauerhafter, von den Beschäftigten getragener Verbesserungsprozess aufgebaut werden.
Ziele der Verbesserungsarbeit:
- eine intensivere Kooperation und Kommunikation in den Fertigungsgruppen
- Förderung eigenverantwortlichen Arbeitens
- Verbesserungen der Arbeitssituation durch mehr Produktivität, Abbau von Belastungen und verbesserter Motivation
Lösungsweg
In der Laufzeit des Projektes wurden Verbesserungsgruppen gebildet. Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Fertigungsgruppen setzten sich zusammen und bearbeiteten Verbesserungsthemen unter der Leitfrage „Was stört und belastet bei der täglichen Arbeit?“. Dabei sollten alle Aspekte der Arbeit der Fertigungsgruppen von Prozessstörungen bis zu gesundheitlich belastenden Situationen aufgenommen werden.
Die Verbesserungsgruppen wurden in der Aufbauphase durch die TBS-NRW, Bielefeld, unterstützt. In dieser Zeit wurden auch interne Coachs durch die TBS-NRW eingearbeitet. Wichtige Lernaspekte für die Verbesserungsarbeit waren Gesprächsführung, Problemlösungsmethoden und Verstetigung des Prozesses. Den organisatorischen Rahmen bildete eine von Standortleitung und Betriebsrat gemeinsam getragene Projektorganisation mit Steuerkreis, Zieldefinition und Auswertung erreichter Ergebnisse.
Erfolg
Der Verbesserungsprozess führte sowohl zu prozessbezogenen Ergebnissen (z.B. Senkung der Nacharbeit, verbesserte Kanban-Versorgung) wie auch zum Abbau von physischen und psychischen Belastungen (z.B. Umbau von Arbeitsplätzen, Verbesserung des Informationsflusses). Die Arbeitszufriedenheit wurde gseteigert und das Gruppenklima verbessert. Nach Auswertung der öffentlich geförderten Projektphase wird der Verbesserungsansatz auf alle Fertigungsgruppen am Standort übertragen.
Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsatmosphäre im Unternehmen und zur Implementierung einer Unternehmenskultur (Leitbild, Kommunikation, Betriebsvereinbarung, Aktionstage etc.).