Bereits seit 2002 bekennt sich das Evangelische Krankenhaus Köln-Weyertal zu einem modernen umweltgerechten Gesundheitszentrum und hat dies durch ein Audit zertifiziert. Die Re-Zertifizierung stand im Jahr 2005 erstmalig an. Um verschiedene Anforderungen zur Qualifizierung der Beteiligten nach ISO 14001 zu erfüllen, richtete die Arbeitsgruppe "Öko-Audit" eine ungewöhnliche, jedoch beispielhafte Veranstaltung aus: Die Umwelt-Schnitzeljagd. Sie wurde wörtlich genommen und begann an der ersten Station, dem "Meetingoint" mit einem kleinen Büfett; selbstverständlich mit Schnitzeln, die Appetit auf Informationen zum Umweltschutz und zur Gesundheit am Arbeitsplatz machen sollten.
In Form geführter Rundgänge sollten die Kolleginnen und Kollegen erfahren, was hinter den Kulissen des Gesundheitszentrums passiert. Sie sollten auch erkennen, was sie selbst zur Verbesserung des Umwelt- und Gesundheitsschutzes tun können. Der Spass, gepaart mit sachkundiger Information, durchzog wie ein roter Faden die verschiedenen Themen-Stationen auf der Umwelt-Schnitzeljagd durch alle Bereiche des Krankenhauses.
Das Gesamtziel ist es, im Krankenhaus für eine umweltschonende Kultur in allen Bereichen zu sorgen. Die Bedeutung des eigenen Handelns auf die direkte Umwelt und die äußere sollte jedem bewusst gemacht werden. Da hierzu verhaltensändernde Maßnahmen unabdingbar sind, stand das Ziel klar im Fokus: Sensibilisierung der Mitarbeiter und Akzeptanz für - vielleicht manchmal nicht ganz populäre - Entscheidungen.
Weitere Ziele:
1. Erfolgreiche Re-Zertifizierung
2. Verhaltensänderung beim Umgang mit Müllentstehung und -entsorgung
3. Besserer eigener Schutz beim Umgang mit gefährlichen Stoffen
4. Erkennen der Bedeutung von Sicherheitstechnik in der Versorgung des Krankenhauses
5. Auswirkungen von der Beschaffung bis zur Entsorgung deutlich machen
6. Umweltziele umsetzen, neue Umweltziele suchen und vorschlagen
7. Akzeptanz für die Arbeit und die Entscheidungen der Arbeitsgruppe Öko-Audit
8. Ein besseres Verständnis für das Handeln der einzelnen Beauftragten des Umweltschutzes bewirken.
Die Öko-Gruppe ist von ihrer Struktur her eine feste Gruppe, die sich regelmäßig trifft. Rechte und Pflichten sind durch die Zertifizierungsvorgaben nach ISO 14001 erfüllt. In der Gruppe sind vertreten:
Der Umweltmanagementbeauftragte, der Geschäftsführer und gleichzeitig Umweltmanagemen-
vertreter, der Umweltschutzbeauftragte und gleichzeitig Technischer Leiter, PDL, ein Mitarbeiter aus dem Einkauf, ein Betriebsingenieur, eine Mitarbeiterin aus der Physiotherapie, eine Mitarbeiterin des Qualitätsmanagements und gleichzeitig IBF- Beauftragte sowie der stellvertretende Ärztliche Direktor und gleichzeitig Chefarzt der Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie.
Maßnahmen:
Einladungsposter zum Download
| ![]() Welche Persönliche Schutzausrüstung (PSA) in der Pflege, insbesondere im Krankenhaus getragen werden sollte und bei welchen Tätigkeiten wurde anschaulich demonstriert. |
| Ein Stand in der Umwelt-Schnitzeljagd: Gefahrstoffe und ihre sichere Handhabung im Evangelischen Krankenhaus Köln-Weyertal. |
Die Beteiligung am Tag der Umwelt-Schnitzeljagd war mit über 140 Teilnehmern von 490 möglichen Personen sehr gut. Die Wirkung zeigte sich an den intensiven Diskussionen, insbesondere an den Stationen:
- am Meetingpoint
- im Gefahrstoffdemonstrationsraum
- in der Krankenhausküche
- im Wirtschaftshof, an den Sammelcontainern
- im Wirtschaftslager
- in der Aufbereitungszentrale für das Therapiebecken
- im Notstromdieselraum
- in der Klimazentrale
- in der Technikzentrale
- nach dem Fragentunnel des QM`s
- an der Teilnehmerzahl am Quiz sowie an dessen Beantwortungsqualität
- am anschließenden Interesse an der Präsentation der Veranstaltung nach Abschluss und
Sonstige Eindrücke von der Umwelt-Schnitzeljagd:
- dem Zugriff auf das Intranet mit den Fotos und weiterführenden Informationen zur Veranstaltung.
Letztlich konnte die Arbeitsgruppe Öko-Audit in ihren Begehungen eine deutlich positivere Einstellung gegenüber Umweltschutzthematiken erkennen und stellte einen bewußteren Umgang mit zu entsorgenden Materialien und Gefahrstoffen fest. Die Mitarbeiter/innen fragen schon heute nach weiteren induktiven Aktionen zum Umweltschutz.
Die Kolleginnen und Kollegen waren von den vielfältigen Eindrücken und den umweltbezogenen Auswirkungen sehr beeindruckt. Dies drückten sie in Kommentaren und Fragestellungen aus, die an einem eigens für den "Meetingpoint" gefertigten Baum aus Holz für jedermann sichtbar aufgehängt wurden. Dies führte zum Dialog zwischen den unterschiedlichsten Teilnehmern während der Veranstaltung. Der Baum wurde anschließend weitere 14 Tage in der Cafeteria ausgestellt. Heute wird der Baum von der Krankenhausseelsorge für kirchliche Veranstaltungen (z.B. Trauergottesdienste) weiter genutzt.
Betrieb | |
| Betriebsname: | Evangelisches Krankenhaus Köln-Weyertal gGmbH |
| Straße: | Weyertal 76 |
| PLZ: | 50931 |
| Ort: | Köln-Weyertal |
| Internetadresse: | www.evk-koeln.de/ |
| Betriebsgröße: | 300 bis 999 Mitarbeiter |
| Gründungsjahr: | 1902 |
| Wirtschaftssektor: | Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesen |
Betriebliche(r) Ansprechpartner/in | |
| Name: | Hans-Georg Schulz |
| Funktion: | Umweltschutzmanager, Fachkraft für Arbeitssicherheit cand. |
| Telefon: | 0221 479 23 13 |
| Fax: | 0221 479 23 14 |
| E-Mail: | |
| Dauer der Maßnahme: | von 04.03.2002 bis 04.08.2005 |
