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RheinfelsQuellen H. Hövelmann GmbH & Co. KG

Mit Rekord-Hitze und Einweg-Pfand zu anderen Arbeitszeiten

Gestaltungsbereich: Arbeitszeit

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Zusammenfassung

Dass der Sommer 2003 so heiß werden würde, konnte niemand ahnen. Die Hitze war ein Faktor, der zu Überlegungen über ein neues Arbeitszeitmodell für den Betrieb führte. Zusätzlich brachte die neue Einweg-Bepfandung Zuwächse .Es wurden vorher 90 Prozent Mehrwegflaschen produziert, jetzt sind es 95 Prozent. In Verhandlungen mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft entschied man sich bei Rheinfelsquellen für ein Modell mit versetzten Schichten. Mit dem neuen Schichtmodell konnten und mussten die Rheinfelsquellen aber auch neues Personal einstellen, sonst hätte man die vier Mannschaften, die für die neuen Schichten nötig sind, nicht zur Verfügung gehabt. 60 neue Beschäftigte konnten zunächst zusätzlich im Produktionsbereich eingestellt werden, und später zogen die Logistik und andere Abteilungen nach: insgesamt waren es über achtzig. Man kann jedoch nicht mit Gewissheit sagen, wie sich die Umsätze weiter entwickeln aber selbst wenn es nicht optimal läuft, werden die RheinfelsQuellen in den nächsten Jahren niemanden wieder entlassen müssen.

Auslösendes Ereignis

Dass der Sommer 2003 so heiß werden würde, konnte niemand ahnen. Aber zu den wenigen, die sich darüber ausschließlich gefreut haben, zählt das Unternehmen Rheinfelsquellen in Duisburg-Walsum. Selten sind so viele Flaschen Mineralwasser und andere Erfrischungsgetränke über die Ladentheken gegangen wie von Juli bis September 2003. Als zweitgrößter Produzent Nordrhein-Westfalens hatte der Familienbetrieb einen nicht unerheblichen Anteil daran, diese Nachfrage zu decken. Die Saisonschwankungen an sich sind zwar nichts Neues für die Rheinfelsquellen. Doch das Jahrhundertwasser brachte nicht nur Umsatz, sondern auch Überstunden wie noch nie.
Die Hitze war ein Faktor, der zu Überlegungen über ein neues Arbeitszeitmodell für den Betrieb führte. Zusätzlich brachte die neue Einweg-Bepfandung Zuwächse .Es wurden vorher 90 Prozent Mehrwegflaschen produziert, jetzt sind es 95 Prozent. Und schließlich ist auch die Marke Sinalco, die vor einigen Jahren gekauft wurde, unerwartet rasant gewachsen.


Ziel

Bevor das neue Modell eingeführt wurde, arbeitete die Belegschaft in der Produktion bei Rheinfelsquellen fünf Tage die Woche rund um die Uhr, das Wochenende war frei. Überstunden wurden bezahlt, denn wann die Zeit, die im Sommer mehr gearbeitet werden musste, hätte abgefeiert werden können, konnte niemand sagen. Schon im Winter 2002/2003 konnte ein ungewöhnlich hoher Absatz verzeichnet werden, deshalb wurde eine Genehmigung für Sonntagsarbeit beantragt. Zusätzlich wurde auch nach neuen Arbeitszeitmodellen gesucht. Bis dahin war, auch von den Unternehmen aus unserer Nachbarschaft, wie Thyssen, nur das einfache Tag-Nachtschicht-Modell bekannt. Erst die landesgeförderte Arbeitszeitberatung, zeigte die Vorteile von versetzten Schichten, in denen vier Mannschaften eingesetzt werden. Versetzte Schichten, das bedeutet, dass eine Schicht zwei Tage früh, dann zwei Tage in der Spätschicht und schließlich zwei Tage in der Nachtschicht arbeitet. Solche Schichten sind für den menschlichen Organismus besser zu verkraften als zum Beispiel eine ganze Woche Nachtschicht. Der Rat der Arbeitszeitberaterin war sehr hilfreich da sie natürlich viel mehr Erfahrungen mit Arbeitszeitmodellen in unterschiedlichen Branchen hatte. Wichtig war aber auch, dass alle Leute an einen Tisch geholt wurden und eine sachliche Atmosphäre geschaffen wurde, in der ordentliche Ergebnisse erzielt werden konnten.

Lösungsweg

In Verhandlungen mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft entschied man sich bei Rheinfelsquellen für ein solches Modell. Abgesehen vom Sonntagnachmittag wird durchgearbeitet. Das hat natürlich den Nachteil, dass die Freizeit nicht mehr unbedingt am Wochenende stattfindet, wenn zum Beispiel die Ehefrau auch berufstätig ist und man Familie hat, kann das schon mal zu Koordinationsschwierigkeiten führen. Das Modell wurde aber so geplant, dass jeder mindestens einmal im Monat ein langes Wochenende hat. Mit dem neuen Schichtmodell konnten und mussten die Rheinfelsquellen aber auch neues Personal einstellen. Sonst hätte man die vier Mannschaften, die für die neuen Schichten nötig sind, nicht zur Verfügung gehabt.

Erfolg

60 neue Beschäftigte konnten zunächst zusätzlich im Produktionsbereich eingestellt werden, und später zogen die Logistik und andere Abteilungen nach: insgesamt waren es über achtzig. Qualifiziertes Personal fand man sozusagen bei einem Blick über die Straße hinweg. Denn die Beschäftigungsgesellschaft des Schachtes Walsum im gleichen Stadtteil Duisburgs leiht Mitarbeiter für ein halbes Jahr an andere Unternehmen aus. Ein Großteil des neuen Personals bei Rheinfelsquellen kam von dort und blieb auch über das halbe Jahr hinaus - nun mit einer langfristigen Beschäftigungsperspektive. Man kann jedoch nicht mit Gewissheit sagen, wie sich die Umsätze weiter entwickeln aber selbst wenn es nicht optimal läuft, werden die RheinfelsQuellen in den nächsten Jahren niemanden wieder entlassen müssen.

Betrieb

Betriebsname:RheinfelsQuellen H. Hövelmann GmbH & Co. KG
Straße:Römerstraße 109
PLZ:47179
Ort:Duisburg-Walsum
Internetadresse:www.rheinfelsquellen.de
Betriebsgröße:250 bis 999 Beschäftigte
Gründungsjahr:1905
Wirtschaftssektor:- Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln

Betriebliche(r) Ansprechpartner/in

Name:Francisco Sanchez
Funktion:Geschäftsleiter der Produktion
Telefon:0203 / 99 19-0
Fax:0203 / 99 19-2 10
E-Mail:info@rheinfelsquellen.de

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Gestaltungsbereich:

Arbeitszeit

Maßnahmen zur Um- und Neuorganisation von Arbeitszeiten zum Wohl der Mitarbeiter und zur Verbesserung der Produktivität (Arbeitszeitmodelle, Ampelkonto, Schichtarbeit etc.).




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