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Hanrath GmbH

Schreinerei meistert Auftragsflauten durch flexible Arbeitszeiten

Gestaltungsbereich: Arbeitszeit

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Zusammenfassung

Wenn ab Ostern die Auftragslage der Hanrath GmbH aus Brühl stetig ansteigt müssen die Mitarbeiter meist bis Jahresende Überstunden fahren. Vor Weihnachten wollen die Privatkunden noch alles fertig haben, die Firmen müssen ihre Bilanzen erstellen und die Behörden haben ihren finanziellen Etat noch nicht ausgeschöpft. Dann ist noch Geld für Reparaturen und Renovierungen vorhanden, auf die sich die Tischlerei spezialisiert hat. Saisonale Schwankungen in der Auftragslage gab es bei dem Unternehmen schon immer. Vor zwei Jahren hielt die Arbeitsflaute jedoch bis zum Sommer an. Es musste etwas geschehen, um die zehn Mitarbeiter halten zu können. Zuerst wurden die Tarifverträge genauer betrachtet um zu sehen, welchen Spielraum in Bezug auf flexible Arbeitszeiten es gibt. Dann erkundigte man sich bei der zuständigen Handwerkskammer. Diese ermöglichte eine kostenlose Beratung im Rahmen der Aktion "100 Betriebe" des Arbeitsministeriums Nordrhein-Westfalen. Dort erhielt man wertvolle Tipps wie ein optimales Arbeitszeitmodell aussehen musste. Es gilt immer noch die 37-Stundenwoche: gearbeitet wird normalerweise von 7.45 Uhr bis 16.30 Uhr. Doch in Stoßzeiten kann die Wochenarbeitszeit auf 42 Stunden ausgedehnt oder auf 32 Stunden runter gefahren werden, wenn mal nicht so viel zu tun ist. Das Gehalt bleibt immer das Gleiche. Die Arbeitszeiten der Mitarbeiter werden handschriftlich festgehalten. Am Ende des Monats - mit der Lohnabrechnung - wird jedem Mitarbeiter mitgeteilt, wie viele Minus- oder Plusstunden er auf seinem Konto hat. Maximal darf das Guthaben 70 Stunden und das Defizit 30 Stunden betragen. Bis März des folgenden Jahres sollte das Konto ausgeglichen sein. Nach anderthalb Jahren Erfahrung liegen für die Chefs die Vorteile der flexiblen Arbeitszeitregelung auf der Hand. Neben einer höheren Mitarbeitermotivation kann das Unternehmen flexibler auf die Auftragslage reagieren und somit viel Geld sparen. Das ermöglichte ihnen, im vergangenen Jahr alle Arbeitsplätze zu erhalten und sogar einen Lehrling als Gesellen zu übernehmen. Ein weiterer Vorteil ist, dass Aufträge schneller und effektiver abgewickelt werden können und das macht die Kunden letztendlich zufriedener. Ein klarer Wettbewerbsvorteil, der hilft den Auftraggeber zu binden und somit letztendlich Arbeitsplätze zu sichern.

Auslösendes Ereignis

Ostern ist vorbei, die Durststrecke ist überwunden. Bis zum Sommer steigt die Auftragslage gewöhnlich, bis eine das Unternehmen aus Brühl / Rhein ausgelastet ist. Dann müssen die Mitarbeiter allerdings bis Jahresende Überstunden fahren. Vor Weihnachten wollen die Privatkunden noch alles fertig haben, die Firmen müssen ihre Bilanzen erstellen und die Behörden haben ihren finanziellen Etat noch nicht ausgeschöpft. Dann ist noch Geld für Reparaturen und Renovierungen vorhanden, auf die sich die Tischlerei spezialisiert hat.Saisonale Schwankungen in der Auftragslage gab es bei dem Unternehmen, das 1920 von dem Urgroßvater des heutigen Geschäftsführers gegründet wurde, schon immer. Vor zwei Jahren hielt die Arbeitsflaute jedoch bis zum Sommer an. Es musste etwas geschehen, um die zehn Mitarbeiter halten zu können. Zuerst wurden die Tarifverträge genauer betrachtet um zu sehen, welchen Spielraum in Bezug auf flexible Arbeitszeiten es gibt.

Ziel

Man erkundigte man sich bei der zuständigen Handwerkskammer. Diese ermöglichte eine kostenlose Beratung im Rahmen der Aktion "100 Betriebe" des Arbeitsministeriums Nordrhein-Westfalen. Dort erhielt man wertvolle Tipps wie ein optimales Arbeitszeitmodell aussehen musste.

Lösungsweg

Es gilt immer noch die 37-Stundenwoche: gearbeitet wird normalerweise von 7.45 Uhr bis 16.30 Uhr. Doch in Stoßzeiten kann die Wochenarbeitszeit auf 42 Stunden ausgedehnt oder auf 32 Stunden runter gefahren werden, wenn mal nicht so viel zu tun ist. Das Gehalt bleibt immer das Gleiche. Die Arbeitszeiten der Mitarbeiter werden handschriftlich festgehalten, was eine Stechuhr überflüssig macht, da zehn Mitarbeiter gut überschaubar sind. Am Ende des Monats - mit der Lohnabrechnung - wird jedem Mitarbeiter mitgeteilt, wie viele Minus- oder Plusstunden er auf seinem Konto hat. Maximal darf das Guthaben 70 Stunden und das Defizit 30 Stunden betragen. Bis März des folgenden Jahres sollte das Konto ausgeglichen sein.
Am Anfang hatte die Belegschaft Bedenken, doch das System hat sich bewährt. Ein Geselle, der für einen Kunden 15 Türen reparieren muss, steht nachmittags zurzeit schon mal was länger an der Hobelbank. Termindruck. Aber viel später als 17.30 Uhr wird es auch bei ihm nicht. Dass er - wie anfänglich befürchtet - private Verabredungen oder seine Freizeittermine wegen der flexiblen Arbeitszeiten absagen musste, ist noch nicht vorgekommen. Der Chef informiert seine Mitarbeiter mindestens eine Woche vorher, wenn es länger dauern wird. Die anfallenden Überstunden kann man z.B. nutzen, um sich ein Wochenende zu verlängern oder einen Brückentag zu nehmen. Das spart dann Urlaubstage.


Erfolg

Nach anderthalb Jahren Erfahrung liegen für die Chefs die Vorteile der flexiblen Arbeitszeitregelung auf der Hand. Neben einer höheren Mitarbeitermotivation kann das Unternehmen flexibler auf die Auftragslage reagieren und somit viel Geld sparen. Das ermöglichte ihnen, im vergangenen Jahr alle Arbeitsplätze zu erhalten und sogar einen Lehrling als Gesellen zu übernehmen. Ein weiterer Vorteil ist, dass Aufträge schneller und effektiver abgewickelt werden können und das macht die Kunden letztendlich zufriedener. Ein klarer Wettbewerbsvorteil, der hilft den Auftraggeber zu binden und somit letztendlich Arbeitsplätze zu sichern.

Betrieb

Betriebsname:Hanrath GmbH
Straße:Gleueler Weg 3
PLZ:50321
Ort:Brühl
Internetadresse:www.hanrath-schreinerei.de/
Betriebsgröße:10 bis 49 Beschäftigte
Gründungsjahr:1920
Wirtschaftssektor:Verarbeitendes Gewerbe

Betriebliche(r) Ansprechpartner/in

Name:Winfried Hanrath jun
Funktion:Restaurator und Tischlermeister
Telefon:0 22 32 - 9 44 27 - 0
Fax:0 22 32 - 9 44 27 - 20
E-Mail:info@hanrath-schreinerei.de

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Gestaltungsbereich:

Arbeitszeit

Maßnahmen zur Um- und Neuorganisation von Arbeitszeiten zum Wohl der Mitarbeiter und zur Verbesserung der Produktivität (Arbeitszeitmodelle, Ampelkonto, Schichtarbeit etc.).




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