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WDR Gebäudemanagement GmbH

Mitarbeiterbeteiligung als Schlüssel zum Erfolg

Gestaltungsbereich: Arbeitszeit

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Zusammenfassung

Durch die Arbeitszeiten im Bereich Radio und Fernsehen fielen bei den Mitarbeitern der WDR Gebäudemanagement GmbH über die 38,5-Stunden-Woche hinaus viele Überstunden an. Die Forderung nach mehr Service und eine gewisse Unzufriedenheit der Mitarbeiter sowie hohe Personalkosten führten schließlich zur Einführung von Ampelkonten. Klare Regelungen im Rotbereich (60 und mehr Plus-/Minusstunden) sorgten außerdem für eine Arbeitsumschichtung oder sogar die Schaffung neuer Arbeitsplätze und eine bessere Mitarbeitermotivation.

Auslösendes Ereignis

Als der Westdeutsche Rundfunk im April 1999 sämtliche Gebäudemanagement-Dienstleistungen in einer eigenständigen GmbH zusammenfasste, war klar, dass die WDR GMG als junges Unternehmen mit öffentlich-rechtlichem Hintergrund zügig den Wandel zu einem marktwirtschaftlich handelnden Dienstleistungsunternehmen vollziehen wollte. In punkto Arbeitszeiten verpflichteten sich dann auch die Tarifpartner protokollarisch, spätestens im Jahr 2000 entsprechende Verhandlungen mit dem Willen zur Einigung aufzunehmen. WDR Gebäudemanagement GmbH (GMG) Geschäftsführer Heinz-Dieter Mahlberg wollte mit der Einführung flexibler Arbeitszeiten sein Unternehmen optimal auf die Kundenwünsche einstellen und wirtschaftlicher werden. Nach den alten festen Arbeitszeiten begannen die meisten Beschäftigten im Rahmen einer 38,5-Stunden-Woche um 8.00 Uhr oder um 8.30 Uhr mit ihrer Arbeit. Die GMG beschäftigt vorwiegend technisches Personal, das für den WDR tätig ist. Durch die Sendezeiten von Rundfunk und Fernsehen ergeben sich somit Arbeitszeiten, die mit dem starren Arbeitszeitmodell nicht mehr wirtschaftlich abzubilden waren. So bestand für die Geschäftsführung Handlungsbedarf.

Ziel

Die Geschäftsführung wollte ein elektronisches Zeiterfassungssystem einführen und gleichzeitig durch flexiblere Arbeitszeitmodelle den Anforderungen des Marktes sowie den individuellen Wünschen der Mitarbeiter gerecht werden.

Lösungsweg

Herzstück des neuen flexiblen Arbeitszeitmodells wurde ein Ampelkonto. Alle im Vergleich zur Wochenarbeitszeit anfallenden Mehr- oder Minderstunden fließen automatisch auf dieses Ampelkonto. Die Grünphase des Ampelkontos geht bis zu 40 Plus- oder Minusstunden. Bei einem Kontostand von 40 bis 60 Stunden ist die Gelbphase erreicht. Ein Gespräch zwischen den Beschäftigten und der Teamleitung ist dann notwendig, um wieder in den Grünbereich zurückzukehren. Sollten mehr als 60 Plus- oder Minusstunden vorliegen, ist die Rotphase erreicht. Das Team Personal veranlasst dann ein Gespräch, in dem in einer konkreten Vereinbarung zwischen Mitarbeiterin oder Mitarbeiter, Teamleitung, einem Mitglied des Betriebsrates und dem Team Personal geregelt wird, wie dieser Stundenwert wieder in die Grünphase zurückgeführt wird.
Grundsätzlich müssen Mehrstunden durch Freizeitausgleich abgebaut werden. Die Zahlung von Überstundenvergütung ist nur noch bei angeordneten Überstunden in ganz engem Rahmen möglich. Die Verpflichtung des Unternehmens, in Bereichen, in denen sich über einen längeren Zeitraum der größte Teil der Mitarbeiter in der Rotphase befindet, personelle Maßnahmen (Neueinstellungen, Umschichtungen) zu ergreifen, fand unter anderem bei einem Arbeitszeit-Symposium in Schweden große Aufmerksamkeit.

Erfolg

Das Team Personal kann Papier und viel Arbeit sparen, da die Korrekturzettel nicht mehr per Hand eingegeben werden müssen, sondern über einen WorkFlow als weiterzuverarbeitende Daten direkt ins System einfließen. Die Beschäftigten können nun souveräner mit ihrer Zeit umgehen, was sich positiv auf die Arbeitseinstellung und die Kundenzufriedenheit auswirkt. Neue Betriebsvereinbarungen zur Rufbereitschaft (Rufbereitschaftszeit wird vergütet, Einsätze werden als Überstunden dem Zeitkonto gutgeschrieben) und über die Einrichtung eines Langzeitkontos (das Konto wird in Zeit geführt, angespart werden können Geld und Zeit) bilden mit der Betriebsvereinbarung zur flexiblen Arbeitszeit ein modernes, zukunftsfähiges Arbeitszeit-Gesamtpaket.

Betrieb

Betriebsname:WDR Gebäudemanagement GmbH
Straße:Breite Straße 92-98
PLZ:50667
Ort:Köln
Internetadresse:www.wdr.de
Betriebsgröße:50 bis 249 Beschäftigte
Gründungsjahr:1999
Wirtschaftssektor:Grundstücks- und Wohnungswesen

Betriebliche(r) Ansprechpartner/in

Name:Heinz-Dieter Mahlberg
Funktion:Geschäftsführer
Telefon:0221-220-0

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Gestaltungsbereich:

Arbeitszeit

Maßnahmen zur Um- und Neuorganisation von Arbeitszeiten zum Wohl der Mitarbeiter und zur Verbesserung der Produktivität (Arbeitszeitmodelle, Ampelkonto, Schichtarbeit etc.).




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