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Form + Funktion Dental GmbH

Mitarbeiter einbinden, den Unternehmenserfolg steigern

Gestaltungsbereich: Betriebsklima und Unternehmenskultur

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Zusammenfassung

Bedingt durch sinkende Umsätze arbeitete das Kleinstunternehmen Dental-Labor F.F. GmbH am Rande der Wirtschaftlichkeit. Da kaum noch Kosten gespart werden konnten, suchte Geschäftsführer Reinhold Haß nach neuen Impulsen, um das Unternehmen wieder auf Erfolgskurs zu bringen.
Mit dem Instrument der Mitarbeiterbefragung wurde die Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen in den zentralen Bereichen gemessen. Stärken und Schwächen wurden aufgezeigt, Verbesserungsvorschläge wurden erarbeitet und mit Hilfe eines Maßnahmenplans umgesetzt.



Auslösendes Ereignis

Die Firma wurde im Jahre 1985 gegründet und beschäftigte zwischenzeitlich bis zu 13 Mitarbeiter. Aufgrund sinkender Umsätze arbeitete das Unternehmen am Rande der Wirtschaftlichkeit, trotz der hohen Konzentration auf besonders hochwertige Produkte. Wie in fast allen Bereichen der Branche musste immer weiter Personal abgebaut werden, bis kaum noch Kosten gespart werden konnten. Daraufhin suchte Geschäftsführer Reinhold Haß nach neuen Impulsen um das Unternehmen wieder auf Erfolgskurs zu bringen. In kleinen Betrieben kann jede Idee eines Mitarbeiters von Nutzen sein. Nach eigener Einschätzung drangen jedoch kaum Ideen seiner Mitarbeiterinnen zu ihm durch.

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Im Sommer des Jahres 2003 wurde Reinhold Haß dann auf das Beratungsangebot der Zahntechniker-Innung Düsseldorf aufmerksam. Anke Frilling, bei der Zahntechniker-Innung Düsseldorf zuständige Beraterin für das Projekt Personalmanagement-Initiative Handwerk NRW, stellte im Rahmen einer Veranstaltung das Instrument der Mitarbeiterbefragung vor.

Mit dem Instrument der Mitarbeiterbefragung könne die Zufriedenheit der Mitarbeiter mit u.a. der Arbeitsorganisation, dem äußeren Erscheinungsbild des Labors, dem Verhältnis zum Chef, dem Verhältnis der Kolleginnen untereinander etc. gemessen werden. Der Geschäftsführer vom Dental-Labor F.F. GmbH, Reinhold Haß, war zunächst skeptisch, was die Anwendbarkeit in seinem Kleinbetrieb anging, ließ sich dann aber begeistern von dem Instrument und der Idee, diese in seinem Labor durchzuführen. Er machte sich schon lange Gedanken darüber, wie zufrieden seine Mitarbeiterinnen wirklich sind, ob es eventuell eine große Diskrepanz zwischen seinem Selbstbild und dem Fremdbild gibt und wie er seine Mitarbeiterinnen und ihre Ideen mehr in das „Laborgeschehen“ miteinbeziehen kann.



Ziel

Aufgrund der Erfahrungen aus den vorangegangenen Gesundheitsreformen, die in den vergangenen Jahren zu sinkenden Preisen im Zahntechniker-Handwerk führten sowie die branchentypische Abhängigkeit von einigen wenigen Kunden, bestand die oberste Zielsetzung darin, den Betrieb wirtschaftlich so abzusichern, dass auch zukünftige Belastungen aufgefangen werden konnten.

Neben dieser wirtschaftlich für den Kleinbetrieb notwendigen Maßnahme, war es Herrn Haß wichtig, das Verhältnis zu seinen Mitarbeiterinnen zu verbessern und diese stärker ins Betriebsgeschehen einzubeziehen, um auch ihre Ideen für den Betrieb nutzen zu können. Darüber hinaus interessierte es den Chef, wie zufrieden seine Mitarbeiterinnen sind.



Lösungsweg

Herr Haß hatte sich überlegt, eine Mitarbeiterbefragung mit einem standardisierten Fragebogen durchzuführen, um die Zufriedenheit seiner Mitarbeiterinnen besser einschätzen zu können. Hierfür hatte sich eine Beraterin der Zahntechniker-Innung jeweils mit einer Mitarbeiterin zusammengesetzt und diese Befragung anonym durchgeführt. Die Befragung war zeitlich nicht begrenzt. Anschließend wurden die Ergebnisse zusammen getragen und gemeinsam nach Verbesserungsmaßnahmen gesucht, um den Betrieb wieder auf den wirtschaftlichen Erfolgskurs zu bringen. 

Als Ergebnis wurde ein Maßnahmenkatalog erstellt. Alle waren mit großer Motivation bei der Sache, nachdem sie zuvor dieser Befragung sehr kritisch gegenüber standen. Herr Haß hat allen Äußerungen Aufmerksamkeit geschenkt und sie akzeptiert. Dies ist bei solchen Mitarbeiterbefragungen eine Grundvoraussetzung.

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Mit Hilfe des standardisierten Fragebogens wurden Fragen zu folgenden Bereichen gestellt:

Nach Beleuchtung der Ist-Situation sollte in jedem Bereich bewusst die Frage nach möglichen Verbesserungen gestellt werden.

Durch das Abfragen der Meinungen und Einstellungen - durch das Gefragt sein - wird den Mitarbeitern eine große persönliche Wertschätzung entgegengebracht. Damit wird Ihnen die Chance vermittelt, selbst etwas in ihrem Unternehmen verändern zu können. Solche Änderungen werden in der Regel mit großer Motivation verfolgt. Resultieren aus der Befragung allerdings keine Handlungen, kehrt sich der Nutzen in sein Gegenteil um: Aus Motivation wird Frustration.

Die Ergebnisse der Befragung wurden von der Beraterin für eine Präsentation zusammengefasst und in einem langen und sehr effektivem Treffen diskutiert. Am Ende stand ein Maßnahmenplan, der den Veränderungsprozess der nächsten Monate festlegte. Alle Mitarbeiterinnen des Labors wurden einbezogen, jeder sollte in Zukunft einen Teil der Verantwortung mit übernehmen.



Erfolg

Durch den konkreten Maßnahmenkatalog sind die geplanten Änderungen gut durchführbar. Alle sind hoch motiviert und arbeiten mit Begeisterung an den Veränderungen mit, während die Mitarbeiterinnen immer mehr zu einem Team werden. Ob die Mitarbeiterbefragung und die nun daraus folgenden Veränderungen auch eine positive Auswirkung auf die wirtschaftliche Lage des Betriebes haben, wird erst langfristig messbar sein. Man kann aber davon ausgehen, dass die große Motivation beim Arbeiten auch zum wirtschaftlichen Erfolgskurs des Betriebes geführt hat. 



Weiterführende Informationen

Dieses und weitere 9 Praxisbeispiele gibt es ausführlich und mit viel zusätzlichem Arbeitsmaterial in dem Buch "Erfolgsstrategien für Personalmanagement im Handwerk", Fallbeispiele aus der MCH-Beratungspraxis, Hrsg.: Landes-Gewerbeförderungsstelle des NRW Handwerks (LGH) e.V.1. Auflage 2004, ISBN 3878646836.



Betrieb

Betriebsname:Form + Funktion Dental GmbH
Straße:Kuglerstr. 24
PLZ:45144
Ort:Essen-West
Internetadresse:www.ff-dental.de
Betriebsgröße:10 bis 49 Beschäftigte
Gründungsjahr:1985
Wirtschaftssektor:Verarbeitendes Gewerbe

Betriebliche(r) Ansprechpartner/in

Name:Reinhold Haß
Funktion:Geschäftsführer
Telefon:0201-755965
Fax:0201-761041
E-Mail:info@ff-dental.de

Berater/in

Firma/Institution:Zahntechniker-Innung Düsseldorf
Name:Anke Frilling
Telefon:0211-430 76 13
Fax:0211- 430 76 20
E-Mail:frilling@zid.de
Internetadresse:www.zid.de

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Gestaltungsbereich:

Betriebsklima und Unternehmenskultur

Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsatmosphäre im Unternehmen und zur Implementierung einer Unternehmenskultur (Leitbild, Kommunikation, Betriebsvereinbarung, Aktionstage etc.).




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