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Deutscher Jugendherbergsverband e.V

Mehr Freizeit statt Geld

Gestaltungsbereich: Arbeitszeit

Zusammenfassung

Erhöhte Überstunden beim Deutschen Jugendherbergsverband wurden mit einem flexiblen Arbeitszeitmodell verringert. Durch die Einführung von Funktionszeiten statt Kernarbeitszeiten, sowie der Integrierung eines Ampelarbeitszeitkontos konnten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ihr Zeitkonto besser selber vewalten und auf Minus- und Plusstunden, dank guter Regularien, gut reagieren. So wurden die Überstunden und die dadurch entstandenen Kosten reduziert.

Auslösendes Ereignis

Ein Wochenende gibt es beim Deutschen Jugendherbergsverband in Detmold nicht. Mindestens sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der 30-köpfigen Belegschaft müssen samstags und sonntags ran. Konferenzen im Ausland oder Veranstaltungen am Wochenende lassen eine normale Arbeitswoche nicht zu. Das Gleitzeitmodell wurde der ständigen Projektarbeit nicht gerecht. Zu viele Überstunden fielen an, die nicht abgebaut werden konnten.

Ziel

Im Rahmen der 100-Betriebe-Aktion wurde nach neuen Lösungen gesucht, mit denen flexibler auf die Arbeit des Jugendherbergsverbandes reagiert werden konnte und ein Möglichkeit gegeben wurde die Überstunden gering zu halten.

Lösungsweg

Anstelle von Kernarbeitszeiten gibt es heute beim DJH-Hauptverband Funktionszeiten. Die verschiedenen Referate haben jeweils feste Ansprechzeiten für Ihre Kunden, die aber individuell festgelegt werden. Mitarbeiter kommen um halb acht, manche um halb zehn je nach der angegebener Funktionszeit, wo er sich verpflichtet hat anwesend zu sein. Die übrige Arbeitszeit innerhalb der Woche kann der Mitarbeiter selber bestimmen. Projektarbeit ist dadurch erleichtert und setzt eine realistische Arbeitszeitplanung voraus, wobei Faktoren wie Puffer berücksichtigt werden. Arbeitsintensive Projekte oder längere Auslandsreisen, die Überstunden erfordern, müssen Zeiten folgen wo Mehrarbeitsstunden abgebaut werden müssen.
Einmal im Jahr muss das Arbeitszeitkonto die „Null-Linie“ durchlaufen, sonst werden am Jahresende alle Mehrstunden über 50 gestrichen, Seit der neuen Arbeitsstundenregelung wird ein „Ampelkonto“ für die Mitarbeiter geführt. Bei 40 minus oder Plusstunden werden die Mitarbeiter aufgefordert das Konto wieder auszugleichen. Überstunden über 80 müssen innerhalb von vier Wochen abgefeiert werden, da sich das Ampelkonto im roten Bereich befindet. Im Zuge der flexibleren Gestaltung der Arbeitszeiten wurden neue Teilzeitmodelle eingeführt. Ein innovatives Zeiterfassungsprogramm ermöglicht individuelle Modelle anzubieten. Da etwa ein Drittel der Belegschaft arbeitet nicht die volle 38,5 Wochenstundenzahl. Und teilt sich mit Kollegen einen Arbeitsplatz. Andere Mitarbeiter arbeiten 30 Stunden auf vier Tage verteilt wobei er Mittwochs außer Haus tätig ist. Dank der neuen modernen Software wird sein individuelles Arbeitszeitkonto und sein Urlaubsanspruch ohne kompliziertes nachtragen berechnet.

Erfolg

Die flexible Gestaltung der Arbeitszeit hat sehr dazu beigetragen Überstunden abzubauen und so Kosten zu sparen. Für die Mitarbeiter steht fest, dass sie jetzt mehr Spielraum haben, Beruf und Privatleben in Einklang zu bringen. Dies ist aber nicht das Endziel. Im nächsten Schritt der Weiterentwicklung des neuen Arbeitszeitmodells ist die „Vertrauensarbeitszeit“ geplant, da bereits sieben Kollegen aus der Zeitdatenerfassung heraus sind. Die sie viel unterwegs sind, bedeutet der Wegfall der Zeiterfassung eine weitere organisatorische Erleichterung, wovon andere Kollegen in Zukunft auch profitieren sollen.

Betrieb

Betriebsname:Deutscher Jugendherbergsverband e.V
Straße:Im Gilde Park, Leonardo-da-Vinci-Weg 1
PLZ:32760
Ort:Detmold
Internetadresse:www.jugendherberge.de
Betriebsgröße:10 bis 49 Beschäftigte
Gründungsjahr:1909
Wirtschaftssektor:Gastgewerbe

Betriebliche(r) Ansprechpartner/in

Name:Elke Küpper
Funktion:Personalreferentin
Telefon:0 52 31 / 99 36 80
E-Mail:kuepper@djh.org

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Gestaltungsbereich:

Arbeitszeit

Maßnahmen zur Um- und Neuorganisation von Arbeitszeiten zum Wohl der Mitarbeiter und zur Verbesserung der Produktivität (Arbeitszeitmodelle, Ampelkonto, Schichtarbeit etc.).




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