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BLEISTAHL Produktions-GmbH & Co. KG

Arbeitgeberattraktivität steigern - Fachkräfte sichern

Gestaltungsbereich: Demografischer Wandel

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Zusammenfassung

BLEISTAHL ist ein pulvermetallurgisches Unternehmen. Seit 1954 fertigt es als Engineering Partner der Automobilindustrie Ventilsitzringe und Ventilführungen an zwischenzeitlich fünf verschiedenen Standorten weltweit. Der Firmenname verweist dabei auf eine der größten Innovationen der Werkstoff-Schmiede: die Verbindung von Blei und Stahl und damit die Wegbereitung für den Einsatz bleifreien Benzins und umweltfreundlicher Motoren.
Seit etwa 2010 stellt das Unternehmen sich den Herausforderungen des demografischen Wandels und will sich damit auch für den prognostizierten Fachkräftemangel in
der Metall verarbeitenden Industrie wappnen. Es wurden neben vielen anderen Maßnahmen ein Schoollab 4.0 für Schüler eingerichtet, Patenschaften zum Wissenstransfer zwischen „alt“ und „jung“ initiiert, berufsbegleitende Studien ermöglicht oder auch Angebote zur Unterstützung bei auftretenden familiären Pflegefällen gemacht. Die vielfältigen Maßnahmen führen im Mai 2015 schließlich zur Verleihung des Siegels der Initiative „DEMOGRAFIE A K T I V“ an das Wetteraner Familienunternehmen.

Auslösendes Ereignis

Nach der Krise und Kurzarbeit 2008/09 konnte das Unternehmen seine Belegschaft zügig wieder aufbauen. Der Altersdurchschnitt von knapp 42 Jahren liegt dabei unter Branchendurchschnitt. Trotzdem legen die Firmenvertreter nicht zufrieden die Hände in den Schoß, sondern sehen, dass gerade in etwas ländlicheren Regionen der Wettbewerb um Fachkräfte in den nächsten Jahren anziehen wird. Deshalb ist BLEISTAHL sehr rege in Kooperation mit Projekten und interner wie externer Fachexpertise, um neue Ideen und Anregungen zu bekommen und diesen erreichten Stand immer weiter zu optimieren.

Ziel

 Für BLEISTAHL standen mehrere Fragen im Vordergrund, um sich auf diesen Weg der Demografie-Analyse zu begeben:
-    Wie demografiefest sind wir eigentlich?
-    Decken unsere bereits initiierten Maßnahmen auch wirklich unseren Bedarf?
-    Was müssen wir noch tun bzw. wie müssen wir unsere Personalpolitik anpassen?
-    Wie können wir unsere Arbeitgeberattraktivität steigern und Mitarbeiter/innen binden und rekrutieren?
-    Und was machen eigentlich andere Unternehmen, um für die Zukunft gewappnet zu sein?
Diese Fragen stellten die Orientierungslinie im Demografie-Prozess dar.

Lösungsweg

„Nach den Erfahrungen der Krise können wir nicht erwarten, dass es einfach so gut weiterläuft“, so BLEISTAHLs Personalleiter Sven Köster. Die momentane Situation der Stärke nutzt die Unternehmensführung im Schulterschluss mit dem Betriebsrat, um den gesamten Betrieb zu durchleuchten. Unterstützung hat man sich dabei von mehreren Seiten geholt. Im Rahmen der Fachkräfteinitiative NRW haben die regionale IHK und der Arbeitgeberverband die Frage der Rekrutierung und der Personalentwicklung mit BLEISTAHL bearbeitet. Das war die Grundlage, um darin integriert mit dem DEMOGRAFIE AKTIV-Verfahren eine systematische Ist-Analyse des Personalmanagements am Standort durchzuführen. Die Altersstruktur wurde nach Bereichen erfasst, die Eckdaten der Bevölkerungsentwicklung in Wetter und Umgebung kritisch bewertet und auch Trends in der Metallindustrie sowie technische Berufsgruppen und die damit verbundene Entwicklung des Fachkräftepotentials betrachtet. Auch die Themenfelder Gesundheit, Arbeitsorganisation und Wissen wurden dabei eingehender betrachtet. Am Ende des Prozesses stand ein Maßnahmenplan mit weiteren Aktivitäten. Womit wir wieder am Anfang wären, dass selbst ein Unternehmen mit guter Ausgangslage nicht stillsteht.

Erfolg

„Das Verfahren Demografie-Aktiv hat uns noch mal systematisch durch die relevanten Themen geführt und deutlich gezeigt, wo wir derzeit stehen und was unsere nächsten Handlungsfelder sind“, berichtet Esther Kloth, Personalreferentin bei BLEISTAHL und verantwortlich für den Demografie-Prozess. In den Ergebnissen zeigen sich Maßnahmen, die bereits begonnen wurden und weiter justiert werden, wie auch solche, die jetzt in die Planung gehen.
Besonders hervorzuheben sind darunter das Schülerlabor, das gemeinsam mit umliegenden Schulen ausgestaltet wurde und den Kids den „Geschmack“ an Metall- und Elektroberufen nahe bringt oder auch die Möglichkeit für langjährige (zumeist ältere) Beschäftigte Berufsabschlüsse nachzuholen und Höherqualifizierungen anzustreben oder im Generationentandem Wissenstransfer systematisch zu betreiben.
Blick ins Schülerlabor
Der Wissenstransfer soll bei BLEISTAHL gleichzeitig mit modernen Technologien vorangetrieben werden. An einer IT-gestützten Lösung wird derzeit gearbeitet.
Schließlich hat auch eine Umfrage bei den Beschäftigten zu Bedarfen der Kinderbetreuung und Pflege entgegen mancher Erwartungen gezeigt, dass gerade im Bereich Pflege von Angehörigen Angebote seitens der Belegschaft gewünscht sind. So hat BLEISTAHL ein Maßnahmenpaket dazu auf den Weg gebracht. Es gibt u.a. einen Ansprechpartner sowie Informationsmaterial vor Ort, ebenso wie die Belegschaft sich an eine 24-Stunden-Hotline außerhalb des Unternehmens und kostenlos (PME-Familienservice) wenden kann.
Und auch im Bereich der Personal- und Führungskräfteentwicklung ist das Unternehmen aktiv. „Mit BLEISTAHL wachsen“ ist das Motto. Das Programm fußt auf einem selbst entwickelten Kompetenzmodell und einer Einschätzung von individuellen Führungsprofilen in sogenannten Orientierungscentern. Daraus konnten ganz spezifische Trainingsmaßnahmen für die Führungskräfte abgeleitet und gleichzeitig ein Führungsleitbild entwickelt werden, das ganz besonders auf Kooperation und Fairness im gesamten Unternehmen abzielt, gleich ob ältere oder jüngere Mitarbeiter geführt werden.

Betrieb

Betriebsname:BLEISTAHL Produktions-GmbH & Co. KG
Straße:Osterfeldstr. 51
PLZ:58300
Ort:Wetter
Internetadresse:www.bleistahl.de
Betriebsgröße:250 bis 999 Beschäftigte
Gründungsjahr:1954
Wirtschaftssektor:- Herstellung von Metallerzeugnissen

Betriebliche(r) Ansprechpartner/in

Name:Sven Köster
Funktion:Personalleitung
Telefon:+49 (0) 2335-9761070
E-Mail:sven.koester@bleistahl.de

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Gestaltungsbereich:

Demografischer Wandel

Strategien und Maßnahmen zur Bewältigung des Demografischen Wandels und langfristige strategische Ansätze zur Prävention (Lebenslanges Lernen, altersgemischte Teams, Altersstrukturanalyse etc.).




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