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Hans Hess Autoteile GmbH

Mehr Teilzeit und alternsgerechte Arbeitsplätze

Gestaltungsbereich: Demografischer Wandel

Auslösendes Ereignis

In einer Personalstrukturanalyse fiel auf, dass bei der Hess Autoteile GmbH bisher relativ wenig Frauen beschäftigt sind. Aber nicht, wie von der Unternehmensführung vermutet, das Thema „Autoteile“, sondern eher die bisher mangelnde Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für den niedrigen Frauenanteil verantwortlich. Denn von den Auszubildenden sind immerhin rund 30% weiblich, ein Anteil der mehr als doppelt so hoch ist wie der im gesamten Unternehmen.

Ziel

Um sich für die Zukunft zu rüsten, in der in Nordrhein-Westfalen sinkende Zahlen von männlichen Erwerbskräften, aber zunächst noch steigende Zahlen von Frauen auf dem Arbeitsmarkt prognostiziert werden (LDS NRW), will sich das Unternehmen insbesondere für die Arbeitnehmerinnen attraktiver aufstellen. Mehr Angebote für Teilzeitarbeit und vor allem eine bessere Kommunikation dieser Modelle soll helfen junge Menschen in der Familiengründungsphase im Unternehmen zu halten oder sie möglichst schnell wieder zu integrieren.

Außerdem sollten die Arbeitsplätze im Lager alternsgerechter gestaltet werden.


Lösungsweg

Das Lager des Unternehmens ist aus statischen Gründen auf unterschiedlichen Etagen mit unterschiedlich schweren Teilen bestückt. Ab sofort sollen die Ältesten auf den Etagen arbeiten, wo die leichtesten Teile liegen, um die körperliche Belastung auf ein Minimum zu reduzieren.

Mit den Auszubildenden führte die Hess Autoteile GmbH im Rahmen eines Betriebschecks durch die Betriebsinitiative Demographischer Wandel in der Region Köln (bdw Region Köln) einen Workshop durch. Daraus und aus Gesprächen, die im Unternehmen geführt wurden, konnten zahlreiche Maßnahmen zur Personalplanung abgeleitet werden:
Die Personalsuche und -weiterbildung orientiert sich über die aktuelle Bedarfslage hinaus.
Die Auswahl der „richtigen“ Mitarbeiter erweist sich als entscheidender Faktor: Eine positive
Grundeinstellung ist ebenso wichtig wie gute Noten. Die Ausbildungsquote soll in Zukunft über dem Eigenbedarf liegen, denn Investition in Ausbildung machen sich langfristig bezahlt. Durch Mundpropaganda über die gute Ausbildung will die Hess Autoteile GmbH weiterhin gute Bewerber finden, auch aus den Reihen der Familienangehörigen der Mitarbeiter.
Bei Übernahme von Auszubildenden wird der Personaleinsatz in Absprache mit den Mitarbeitern
geplant.Die Geschäftsleitung plant eine gezielte Förderung von Auszubildenden und Beschäftigten mit Potential (auch monetäre Anreize). Eine möglichst breite Ausbildung und die Bildung von altersgemischten Teams (Ältere und Jüngere) sind weitere Maßnahmen.
Auch die Themen Gesundheit am Arbeitsplatz, verbesserte Kommunikation durch regelmäßige Gespräche sowie eine betriebliche Altersversorgung rückten immer mehr in den Mittelpunkt.

Erfolg

Bereits jetzt sind 35 Prozent des aktuellen Personalbestandes ehemalige Auszubildende des Betriebes. Das Durchschnittalter im Unternehmen liegt dereit bei 38,6 Jahren. Für ältere Beschäftigte gibt es Teilzeitangebote für bereits verrentetete Mitarbeiter Minijobs, so dass das Know-how für den Betrieb erhalten bleibt.
Arbeitsplätze mikt hoher körperlicher Belastung konnten durch technische investitionen "erleichtert" werden.
Die Einbeziehung der Mitarbeiter sorgte zudem für eine Verbesserung des Betriebsklimas. Die Gesundheitsquote liegt deutlich über dem branchenüblichen Bundesdurchschnitt.

Betrieb

Betriebsname:Hans Hess Autoteile GmbH
Straße:Widdersdorfer Straße 188
PLZ:50825
Ort:Köln
Internetadresse:www.hess-gruppe.de
Betriebsgröße:50 bis 249 Beschäftigte
Gründungsjahr:1929
Wirtschaftssektor:- Metallerzeugung und -bearbeitung

Betriebliche(r) Ansprechpartner/in

Name:Heinrich Haas
Funktion:Betriebsleiter/Prokurist
Telefon:02 21 - 54 00-0
Fax:02 21 - 54 00-102
E-Mail:info@hess-autoteile.de

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Gestaltungsbereich:

Demografischer Wandel

Strategien und Maßnahmen zur Bewältigung des Demografischen Wandels und langfristige strategische Ansätze zur Prävention (Lebenslanges Lernen, altersgemischte Teams, Altersstrukturanalyse etc.).




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