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Caritaswerkstätten Langenhorst - Tectum Caritas gGmbH

QM-Entwicklung eines Verfahrens zur Gefährdungsbeurteilung

Gestaltungsbereich: Unternehmens-/ Organisationsentwicklung (Aufbau- Ablauforganisation)

Zusammenfassung

Aus dem Arbeitskreis der Werkstattleiter verschiedener Werkstätten kam der Vorschlag, gemeinsam mit 10 anderen Einrichtungen das Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO 9001 einzuführen, um zum einen Kosten zu sparen und zum anderen von den gemeinsamen Erfahrungen zu lernen und die Qualität der Produkte und Prozesse stetig zu verbessern. Parallel zu diesem Prozess hat die zuständige Fachkraft für Arbeitssicherheit die Kernprozesse im Arbeitsschutz beschrieben. Schwerpunktmäßig wird hier die Entwicklung eines Verfahrens zur Gefährdungsbeurteilung gem. § 5 Arbeitsschutzgesetz am Beispiel einer Produktionsgruppe vorgestellt. Die Integration des Arbeitsschutzes in das Qualitätsmanagement führte zu einer konsequenten und transparenten Einhaltung einmal beschlossener Prozesse.

Auslösendes Ereignis

Ende 2002 beschloss der Arbeitskreis der Werkstattleiter mit 10 Einrichtungen gemeinsam in den jeweiligen Einrichtungen Qualitätsmanagement einzuführen. Nicht nur die Kunden der Einrichtungen verlangten nach dem Zertifikat, auch sahen die Chefs eine Chance die vorhandene Qualität dauerhaft zu sichern oder auszubauen, Arbeitsabläufe durch Transparenz zu verbessern und den Mitarbeitern als auch externen Interessierten Einblick in die Aktivitäten der Werkstätten zu ermöglichen. Die Maßnahme wurde bezuschusst vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Rechtliche Grundlage bildete das SGB VII.

Ziel

Ziel war, die Zertifizierung des Qualitätsmanagements für Werkstätten nach DIN EN ISO 9001 zu erreichen. Dazu zählten unter anderem die Bereiche Produktion mit Metall- und Holvzerarbeitung, Kunststoffbearbeitung, Eigenproduktion und Eigenentwicklungen sowie Verpackung. Dienstleistungen wie z. B. Küche für die interne Versorgung, Garten- und Landschaftsbau (GaLa), Mangelwäsche.
Die Akzeptanz auf dem Markt (Forderung externer Kunden) und die Verbesserung eigener Arbeitsabläufe waren erklärte Ziele. Wichtig war es, kostenreduzierende Maßnahmen zu ermitteln, zu erproben und zu dokumentieren, um so Verschwendung von Ressourcen zu vermeiden.

Lösungsweg

Die Vorbereitungsdauer bis zur Zertifizierung nahm etwa anderthalb Jahre in Anspruch. Da die Sicherheitsfachkraft mit der Erstellung des Qualitätsmanagementhandbuchs beauftragt war, lag es nahe, den Arbeitsschutz direkt zu integrieren. In Kombination mit den im QM-Handbuch beschriebenen transparenten Arbeitsabläufen wurden die Kernprozesse im Arbeitsschutz betrachtet, bedarfsweise verändert und dokumentiert.

Zur Durchführung dieser Aufgaben hat sich die zuständige Fachkraft im Rahmen ihrer Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit das Praktikumsthema gewählt: Entwicklung eins Verfahrens zur Gefährdungsbeurteilung gem. § 5 ArbSchG am Beispiel einer Produktionsgruppe. Darüber hinaus wurde ein gesondertes Kapitel zur Arbeitsicherheit in das QM-Handbuch eingepflegt.

Die Schritte zur Durch- und Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung gehören:


Erfolg

Das Verfahren eines der Kernprozesse im Arbeitsschutz wurde erfolgreich ermittelt, optimiert und beschrieben. Die Darstellung der Ergebnisse sind im Praktikumsbericht {siehe Anlage} vollständig erläutert.
Die Kontrolle des Verfahrens - Gefährdungsbeurteilung - erfolgte durch Gespräche mit den Mitarbieterinnen und Mitarbeitern sowie der Einrichtungsleitung. Schon in der Erstellungsphase des Berichtes zeigte sich die durchweg positive Aufnahme und Akzeptanz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Abschlussgespräch beurteilten sie die Handhabung des neuen Verfahrens als eine gute Maßnahme zum präventiven Arbeitsschutz. Ihr Engagement im Entstehungs- und Anwendungsprozess der Verfahrensbeschreibung machte deutlich, dass diese qualitätsgesicherte Ablaufbeschreibung akzeptiert worden war.
Das Unternehmen hat inzwischen einen pragmatischen Weg gefunden, um kontinuierlich ohne zusätzlichen bürokratischen Aufwand Arbeitsschutzbelange harmonisch im Kontext mit den Ergebnissen der Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001 umzusetzen.

Weiterführende Informationen

Sicherheitsbeauftragter Beschreibung der Aufgaben eines Sicherheitsbeauftragen (Sib) - Wikipedia


Betrieb

Betriebsname:Caritaswerkstätten Langenhorst - Tectum Caritas gGmbH
Straße:Waldstr. 15
PLZ:48607
Ort:Ochtrup
Internetadresse:www.caritaswerkstaetten-langenhorst.de
Betriebsgröße:250 bis 999 Beschäftigte
Gründungsjahr:April 1969, erste Zweigstelle 1990
Wirtschaftssektor:Verarbeitendes Gewerbe

Betriebliche(r) Ansprechpartner/in

Name:Hermann Rengers
Funktion:Fachkraft für Arbeitssicherheit
Telefon:02553 925 120
Fax:02553 99 32 22
E-Mail:rengers@cw-l.de

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Gestaltungsbereich:

Unternehmens-/ Organisationsentwicklung (Aufbau- Ablauforganisation)

Organisatorische Maßnahmen zur Optimierung der Arbeitsabläufe und Produktionsprozesse unter Einbeziehung der Mitarbeiter (Kommunikation, Ausschüsse und Gremien, Teamarbeit, Software, Transparenz, Qualitätsmanagement etc.).




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